Faktencheck
Energiewende 2016/2017

Wie ist die Ökobilanz von E-Fahrzeugen?

Vergleich der Treibhausgas- und Stickoxidemissionen (NOx) verschiedener Antriebe*

Datenquelle Grafik: Umweltbundesamt 2016

*Ökobilanzierung auf Basis durchschnittlicher österreichischer Realdaten zu Kilometerleistung, Fahrsituationsmix, Verbrauch, Fahrzeuglebensdauer etc. Schwere und leichte Elektroautos werden zusammengefasst dargestellt; in der Nutzungsdauer von 15 Jahren ist ein Akkutausch berücksichtigt.
 

Elektromotoren arbeiten leise und sind lokal abgasfrei, emittieren also im Betrieb selbst keine Luftschadstoffe. Damit reduzieren sie neben Verkehrslärm auch die Belastung durch Feinstaub und Stickoxide (NOx). Der Beitrag von E-Fahrzeugen zur Reduktion der Treibhausgase ist stark davon abhängig, mit welchen Energieträgern der Strom davor produziert wurde. Eine komplett emissionsfreie und ressourcenschonende Mobilität können auch Elektroautos nicht leisten. Die „graue Energie“, die in der Produktionskette von Elektrofahrzeugen anfällt – etwa durch die Rohstoffgewinnung und Herstellung von Stahl oder Aluminium für die Akkus –, ist mitunter höher als jene, die in konventionellen Kfz steckt.

Unter Berücksichtigung des gesamten Fahrzeuglebenszyklus (inkl. Produktion) sowie der heimischen Stromerzeugung verursachen Elektrofahrzeuge jedoch um 70-90% weniger Treibhausgasemissionen als fossil betriebene Kfz. So emittieren durchschnittliche Benziner und Diesel rund 170 g CO2-Äquivalent pro  Personenkilometer, während der reine Elektroantrieb knapp 40 g, und mit 100% Ökostrom unter 20 g/Pkm verantwortet.(3)

Lediglich die Bahn verursacht im Vergleich verschiedener Antriebe weniger Emissionen als das E-Auto. Dieselfahrzeuge haben im Ökobilanz-Vergleich nicht nur die höchsten NOx-Emissionen, sondern stoßen etwa drei Viertel davon im täglichen Fahrbetrieb aus. E-Pkw verursachen die wenigsten NOx-Emissionen. Sie resultieren im Wesentlichen aus der Stromproduktion.

(3) Umweltbundesamt: Ökobilanz alternativer Antriebe, Wien 2016