Faktencheck
Energiewende 2017/2018

Nachhaltiges Bauen verbessert die Energiebilanz in allen Belangen

Mythos

Die tatsächliche Energieeinsparung durch sogenannte Energieeffizienzmaßnahmen und insbesondere die Gesamtenergiebilanz von Dämmmaterialen ist schlecht. Es zahlt sich nicht aus. Viele Altbauten können zudem gar nicht energetisch saniert werden.

 

Fakten

Viele unabhängige Untersuchungen belegen die tatsächlich erreichten Energieeinsparungen sowohl durch ambitionierte Standards wie auch durch Sanierungsmaßnahmen. Die tatsächliche Einsparung in sanierten Gebäuden beträgt etwa laut einer Studie der Deutschen Energieagentur durchschnittlich 76%. Die Gesamtenergiebilanz von Dämmmaterialien ist deutlich positiv. Durch die Wahl geeigneter Dämmstoffe lässt sich die energetische Amortisationszeit meist auf deutlich unter ein Jahr senken.

Erzielte Energieeinsparung

Im Vergleich zu geplanter Einsparung

Grafik: Symbolische Darstellung auf Basis dena-Studie 2013

Einsparungspotenzial

-76%

nachgewiesene Energieeinsparung nach umfassender Sanierung gemäß Studie der Deutschen Energieagentur
 

-90%

Energieeinsparung nach Sanierung auf Passivhausstandard

Eine Reihe internationaler und österreichischer Untersuchungen belegt: Energieeffizienzmaßnahmen bringen auch tatsächliche Einsparungen. So zeigt eine Studie der Deutschen Energieagentur dena, dass die tatsächliche Energieeinsparung in sanierten Gebäuden bei 76% liegt, also nahe der angestrebten 80%. Eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren von energieeffizienten Maßnahmen bei Neubau wie bei Sanierung ist eine fachlich korrekte Planung und Umsetzung bzw. entsprechende Ambition. Die Erfahrungen aus den vom Klima- und Energiefonds geförderten Mustersanierungen und vielen Best-Practice-Beispielen in Österreich zeigen die Machbarkeit von Energieeffizienzmaßnahmen bei sehr unterschiedlichen Gebäudetypen.

Auch bei Berücksichtigung der sogenannten „grauen Energie“, also jener Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird, ist die Bilanz positiv. Nach weniger als zwei Jahren hat der Dämmstoff in der Regel mehr Energie eingespart, als insgesamt zu seiner Fertigung verbraucht wurde. Oft lässt sich diese „energetische Amortisationszeit“ durch die Wahl geeigneter Baumaterialien sogar auf wenige Monate verkürzen.